| Dateisystem-Hierarchiestandard FHS: Filesystem Hierarchy Standard (Release 2.3) Deutsche Übersetzung (15.03.2005) | ||
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Die /etc-Hierarchie enthält Konfigurationsdateien. Eine Konfigurationsdatei ist eine lokale Datei und wird benutzt um den Lauf von Programmen zu steuern. Sie muss statisch und darf kein ausführbares Programm sein. [1]
Unter /etc sollen keine ausführbaren Programme plaziert werden.
Es wird empfohlen, Dateien in Unterverzeichnissen von /etc anstatt direkt in /etc zu speichern. (Dieser Satz erscheint im englischen Original - wohl versehentlich - als Fußnote: A.d.Ü.)
Folgende Verzeichnisse oder symbolische Links zu Verzeichnissen werden in /etc benötigt:
Die folgenden Verzeichnisse oder symbolischen Links zu Verzeichnissen müssen in /etc dann vorhanden sein, wenn auch die entsprechenden Subsysteme eingerichtet sind:
| Verzeichnis | Beschreibung |
|---|---|
| (Wohl versehentlich - war im englischen Original hier ein zweites Mal das Verzeichnis opt angeführt, dagegen fehlten die Verzeichnisse X11, sgml und xml: A.d.Ü.) | |
| X11 | Konfiguration für das X-Window-System (optional) |
| sgml | Konfiguration für SGML (optional) |
| xml | Konfiguration für XML (optional) |
Die folgenden Dateien oder symbolischen Links zu Dateien müssen in /etc vorhanden sein, wenn auch die entsprechenden Subsysteme eingerichtet sind: [2]
| Datei | Beschreibung |
|---|---|
| csh.login | Systemweit gültige Starteinstellungen für C-Shells (optional) |
| exports | Zugriffskontrollliste für das NFS Dateisystem (optional) |
| fstab | Statische Informationen über Dateisysteme (optional) |
| ftpusers | Zugriffskontrollliste des FTP-Dämons (optional) |
| gateways | Liste von Gateway-Rechnern (optional) |
| gettydefs | Einstellungen für getty (optional) |
| group | Liste der Benutzergruppen (optional) |
| host.conf | Einstellungen für die "resolver"-Bibliothek (optional) |
| hosts | Rechner-Adress-Zuordnungen (optional) |
| hosts.allow | Rechner-Zugriffsliste für TCP (optional) |
| hosts.deny | Rechner-Zugriffsliste für TCP (optional) |
| hosts.equiv | Vertrauenswürdige Rechner für rlogin, rsh, rcp (optional) |
| hosts.lpd | Vertrauenswürdeige Rechner für lpd (optional) |
| inetd.conf | Einstellungen für inetd (optional) |
| inittab | Einstellungen für init (optional) |
| issue | Meldung vor dem Anmelden (optional) |
| ld.so.conf | Zusätzliche Verzeichnisse für die Suche nach Programmbibliotheken (optional) |
| motd | Meldung nach dem Anmelden (optional) |
| mtab | Dynamische Informationen über Dateisysteme (optional) |
| mtools.conf | Einstellungen für mtools (optional) |
| networks | Netznamen-Adress-Zuordnungen (optional) |
| passwd | Die Passwortdatei |
| printcap | lpd-Drucker |
| profile | Systemweit gültige Starteinstellungen für sh-Shells (optional) |
| protocols | Liste von IP-Protokollen (optional) |
| resolv.conf | Einstellungen für die "resolver"-Bibliothek (optional) |
| rpc | Liste von RPC-Protokollen (optional) |
| securetty | TTY-Zugriffskontrolle für root (optional) |
| services | Portnamen für Netzdienste (optional) |
| shells | Pfadnamen gültiger Kommandooberflächen (optional) |
| syslog.conf | Einstellungen für syslog (optional) |
mtab erfüllt nicht die für /etc geforderte Eigenschaft "statisch": Diese Ausnahme wird aus historischen Gründen gemacht. [3]
/etc/X11 ist die Stelle für alle rechnerspezifischen Einstellungen von X11. Nutzung dieses Verzeichnisses erlaubt lokale Kontrolle, auch wenn /usr im Nur-Lese-Modus eingebunden ist.
Die folgenden Dateien oder symbolischen Links zu Dateien müssen in /etc/X11 vorhanden sein, wenn auch die entsprechenden Subsysteme eingerichtet sind:
| Datei | Beschreibung |
|---|---|
| Xconfig | Einstellungen für frühe Versionen von XFree86 (optional) |
| XF86Config | Einstellungen für XFree86 Versionen 3 und 4 (optional) |
| Xmodmap | Global wirksame Anpassungen für X11 (optional) |
Wenn nötig, dürfen für xdm oder andere Programme (beispielsweise einige Fenstermanager) Unterverzeichnisse von /etc/X11 angelegt werden. [4] Solange es noch keine breite Akzeptanz für eine andere Namenskonvention gibt, empfehlen wir, dass ein Fenstermanager mit nur einer Konfigurationsdatei, die üblicherweise .*wmrc heißt, diese system.*wmrc nennt. Unterverzeichnisse von Fenstermanagern sollen genauso heißen, wie das lauffähige Programm.
Hier werden typische Konfigurationsdateien mit "high-level"-Parametern des SGML-Systems abgelegt; das zeigen Dateien mit Namen wie *.conf. Dateien mit Namen wie *.cat sind DTD-basierte Zentralkataloge, die Verweise zu allen von einer DTD benötigten Katalogen enthalten. Der Superkatalog catalog verweist auf alle diese Zentralkataloge.
| [1] | Die Scripte, die beim Systemstart aufgerufen werden, können denen von "System V", von BSD oder eines anderen Vorbilds ähneln. In künftigen Versionen dieses Standards wird eventuell Weitergehendes festgelegt. |
| [2] | Systeme, die die Shadow-Passwort-Einrichtung nutzen, haben weitere Konfigurationsdateien in /etc (/etc/shadow und andere) sowie Programme in /usr/sbin (useradd, usermod und andere). |
| [3] | Auf einigen Linux-Systemen kann das auch ein symbolischer Link nach /proc/mounts sein, so dass diese Ausnahmebedingung nicht nötig ist. |
| [4] | /etc/X11/xdm enthält die Einstellungen für xdm. Dort sind jetzt die meisten der Dateien, die früher in /usr/lib/X11/xdm untergebracht waren; einige lokale variable Daten für xdm findet man in /var/lib/xdm. |
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| /dev : Gerätedateien | Nach oben | /home : Benutzerverzeichnisse (optional) |